Tuesday, October 6, 2009

The Diary of Alina Nicolay... My First School Paper...

My host Opa and Me

Last weekend, I wrote my first German paper for school! The assignment was to write four diary entries from the point of view of an adolescent living in Berlin during May, 1646 (one year after the end of WWII.) The entries were supposed to combined facts about what it was like living in a post-war environment with the personal emotions. Finding the facts was easy, but you can't find personal emotions in a history text book. Because I had no idea what it was like living in Berlin after WWII, I turned to my host Opa for help.

Opa was born in the mid 1930's in Berlin, and therefore has a very strong memory of the war and life afterwards. He loves to tell me stories about what it was like living in fear of bombs, how it felt to be looked down upon by the world after the war, about the frustration of seeing your city torn in half, and how enlivened people were to see the wall fall.

The story I ended up writing, is mainly based on Opa's personal experience. Herr Bauer was a real character, and the descriptions of the town Frohnau, the school, everyday family life and the hunger that encapsulated it are all accurate. The missing brother "Johan", however, is a fictional character.

Well, I hope that you all enjoy the story, and at least try to fumble through some of the German!

P.S. I have found www.freetranslations.com to be relatively accurate with it's translations =)


Das Tagebuch von Alina Nicolay

25. Mai 1946

Liebes Tagebuch,


wir haben heute einen neuen Gast bekommen. Er heißt Herr Bauer und er ist ein Offizier der franzosischen Armee hier in Frohnau. Bauer ist aber ein sehr komischer Name für einen Franzosen, habe ich zuerst gedacht. Aber er kommt aus dem Elsass und er spricht perfekt Deutsch! Und das Beste ist, er hat gesagt, dass er uns manchmal die Essenreste aus der Kantine mitbringen will. Ist das nicht wunderbar? Frisches, warmes Essen, genau wie bei den Soldaten!


Heute hat Vati ein Huhn geschlachtet. Lisa hat geweint, aber ich war fröhlich. Mama hat gesagt, dass Lisa noch jung ist, aber ich denke, dass sechs Jahre alt genug ist zu wissen wie gut es sein wird, einmal Fleisch zu essen. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zum letzten Mal Fleisch gegessen haben.

Vor dem Krieg war alles besser. Wir hatten genug zu essen, eine gute Schule und am wichtigsten war es, dass mein ältester Bruder Johan noch da war. Mama denkt, dass Johan noch lebt und eines Tages will sie aufstehen und er wird da sein, am Kuchentisch, genau wie vor dem Krieg. Aber ich weiß nicht, was ich denken soll, ich kann nur beten.


Mama ruft und ich muss jetzt ins Bett gehen.

Deine,

Alina

29. Mai 1946

Liebes Tagebuch,


heute hat uns Mama wieder eine Klütersuppe mit Möhren gemacht, und lecker war es nicht. Kein echter Geschmack, nur Wasser, Mehlklütern, Salz und vielleicht ein paar Brennnesseln, aber ich esse es trotzdem. Wenn man Hunger hat, isst man alles.


Bei uns gibt es nicht immer genug zu Essen. Besonderes jetzt, weil es das Ende des Monats ist und wir haben alle schon unsere Lebensmittelkarten benutzt. Aber bald wird es Juni sein und dann bekommen wir alle unsere neuen Karten. Ich kriege immer vier Brote jeden Monat, weil ich Schülerin bin, aber mein alter Bruder Nikolaus kriegt immer sechs Brote, weil er als Hausbauer arbeitet. Das finde ich aber unbedingt unfair! Schüler brauchen auch ihr Essen und wie kann man wirklich denken, wenn man immer Hunger hat?


Morgen fahren Mama und ich „hamstern“ auf einen Bauernhof um Kartoffeln zu bekommen. Wir tauschen immer Kartoffeln für Schminksachen oder Besteck. Ich habe heute Mama geholfen, auszusuchen, was wir nicht mehr gebrauchen können. Wir haben zwei Gabeln und ein Messer ausgewählt. So viel Besteck brachen wir nicht, sagt Mama, aber ich habe Angst, weil wir jetzt nur drei Gabeln und vier Messer haben. Aber ich glaube sie hat Recht, weil wenn man keine Kartoffeln hat, dann braucht man auch keine Gabeln oder Messer. So viel über Essen zu sprechen, macht mich hungrig!


Bis morgen dann.

Deine,

Alina

4. Juni 1946

Liebes Tagebuch,


ich muss sagen, Lisa ist überhaupt die alle ärgerlichste Schwester von Berlin. Heute sollten wir nach der Schule Futter für die Kaninchen finden. Wir sammeln immer zusammen Löwenzähnen oder Butterblumen auf den fünfzig Minuten Weg von der Schule nach Haus. Wann wir sie finden, nehmen wir auch Tausendfüßler und Regenwürmer, weil unsere Hühner sie am liebsten fressen. Aber heute ist Lisa mit ihren Freunden weggelaufen um Hoppse oder „stille Post“ oder was weiß ich eine anderes blödes Kinderspiel zu spielen.


Schule war heute frustrierend. Es sind nie genug Lehrer für alle uns Mädchen da. Ich muss immer ganz hinten im Klassenraum sitzen und ich kann nie meine Lehrer hören. Sie sind sehr alt und sprechen so leise, dass nur die Mädchens in der ersten Reihe sie hören können.


Zu Hause, erzählt mir Herr Bauer immer etwas Interessantes über dem Krieg. Er denkt, dass es wichtig ist diese modernen Ereignisse zu wissen. Gestern Abend hat er gesagt, dass ungefähr 7,8 Millionen Deutsche im Krieg gestorben sind einschließlich 3,8 Millionen Zivilisten. So viele Tote! Aber die Rote Armee, hat er gesagt, hat mehr Soldaten verloren. Ich habe es selbst gerechnet und ungefähr 4 Millionen deutsche Soldaten sind gestorben. Ich hoffe nur, dass Johan nicht dazu gehört. Herr Bauer hat gesagt, dass viele deutsche Soldaten noch in Gefangenschaft sind. Vielleicht ist Johan noch da und wir müssen nur ein bißchen länger warten. Vielleicht...


Deine,

Alina

8. Juni 1946

Liebes Tagebuch,


Sonntag ist immer mein Lieblingstag, aber heute war es besonderes schön. Mama hat einen leckeren Kuchen gebacken und weil das Wetter so schön und sonnig war, haben wir alle draußen im Garten auf dem Rasen gesessen. Lisa und ich haben Blumenkronen gemacht und Nikolaus hat uns gezeigt, wie man auf einem Grashalm blasen kann, um ein schrilles Geräusch zu machen. Es war wirklich wunderbar.


Nach die Kuchenzeit, Herr Bauer hat gesagt, dass er zum Poloplatz gehen will, um die Gräber der franzosischen Soldaten zu sehen. Lisa und ich sind mitgegangen, aber ich denke, dass Lisa nur mitgegangen ist, um Blumen zu sammeln. Auf den Platz, hat Lisa, wie ich gedacht hatte, Blumenkronen gemacht und Herr Bauer hat mir über den Krieg erzählt.


Herr Bauer hat mir über die Bomben und Granaten erzählt, und wie viele von seine Freunden gestorben sind. Er hat über die armen deutschen Kinder gesprochen und wie sie alles in dem Krieg verloren haben, ihre Spielsachen, ihre Häuser, ihre Eltern, alles weg. Er hat mir über die Juden erzählt und die schrecklichen Konzentrationslager, wo sie getötet wurden. Aber er hat auch über die Potsdamer Konferenz gesprochen und über seine Hoffnung für eine bessere Zukunft Deutschlands. Ich hoffe auch, dass alles wird in Zukunft besser sein.


Deine,

Alina

1 comment:

  1. Hi Allie
    How cool that you have the Opa around to get a different perspective. Of course your two grandpas have another perspective on the story--have you ever asked them about their time in the war? Rachel

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